20/05/2015 6:15pm

Potsdamer Engagierte beim zweiten Hafenfrühstück

gruppenfoto hafen2klÜber 40 EhrenamtlerInnen jeden Alters haben sich am Sonntag, den 26. April 2015 ein zweites Mal getroffen, um miteinander konkrete Projekte zu besprechen.

Zu diesem Austausch hatte die Koordinierungsstelle "Neue Nachbarschaften" eingeladen, welche ehrenamtliche Initiativen und Projekte vernetzt, die sich mit und für Flüchtlinge(n) engagieren. Dieses Mal fand das Frühstück im ehemaligen Rechenzentrum in der Dortustraße statt, welches derzeit als potentielles Kreativhaus gehandelt wird.

DSC 0252klUm einen Überblick über die diversen Angebote und Veranstaltungen zum Thema Flüchtlinge zu bekommen, gab es zu Beginn eine Übersicht über aktuelle Termine in Potsdam.

"Wo kann ich Nachhilfeunterricht geben?", "Welche Initiativen gibt es schon?", "Wo kann ich Sachspenden abgeben?" Diese und viele weitere Frage standen im Raum und konnten von den eingeladenen Experten beantwortet werden. Mit dabei waren u.a. Jörg Bindheim, der städtische Koordinator für Flüchtlingsfragen und Olaf Herzog vom Internationalen Bund, der mehrere Projekte mit Flüchtlingen umsetzt. Auch der Potsdamer Musiker Arne Assmann, der mit "Strom & Wasser – Featuring THE REFUGEES" auf Tour war, berichtete von seinen Erfahrungen. Die Ehrenamtlerin Birgit Girgensohn aus Potsdam-West erzählte von ihrem Engagement, welches zu einem Kirchenasyl für eine Familie aus Afghanistan führte.

Außerdem wurde ein großer Fragenkatalog erstellt, der in Zukunft auf der Webseite der Koordinierungsstelle beantwortet werden soll.

DSC 0286klNachdem die Experten einen Input zum Thema Flüchtlinge in Potsdam und Umgebung gegeben hatten, setzten die EhrenamtlerInnen sich in kleineren Arbeitsgruppen zusammen.
 Bereits beim ersten Hafenfrühstück Anfang des Jahres hatten sich Gruppen gebildet, die heute zum Teil wieder zusammen kamen. Eine AG möchte zum Beispiel ein Begegnungscafé initiieren, wo sich geflüchtete Menschen und interessierte PotsdamerInnen treffen und austauschen können.

DSC 0345klEine der Teilnehmerinnen des Hafenfrühstücks, die 22-jährige Luise Trogisch, die Deutsch und Russisch auf Lehramt studiert, hat den Wunsch, sich sprachlich einzubringen: "Ich hatte schon lange die Idee, mich interkulturell zu engagieren." Sie möchte geflüchteten Menschen Nachhilfe geben oder Deutschkurse anbieten. "Ich habe immer einen Ansatzpunkt gesucht, wusste aber nicht, wo ich anfangen soll." Auf dem Hafenfrühstück hat sie Nicole Wiedemann getroffen. Die 21-Jährige studiert Soziologie und VWL und ist Mitglied in der Hochschulgruppe "Pangea", die sich aktiv für Flüchtlinge einsetzt. 

DSC 0356klDer Austausch mit anderen EhrenamtlerInnen ist für die beiden Studentinnen wichtig. Dennoch: "Die Informationsbreite muss zunehmen, damit die Leute wissen, wo sie hingehen und helfen können." sagt Luise.

Noch steht der Aufbau eines großen Netzwerks von Initiativen und Projekten in Potsdam am Anfang. Die Koordinierungsstelle Neue Nachbarschaften möchte die Aktiven zusammenbringen - und während die Online-Übersicht über bestehende Projekte noch in der Entstehung ist, geschieht dies eben analog: zum Beispiel beim Hafenfrühstück.

Hier geht es zum ausführlichen Protokoll des Tages.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

(Text und Fotos: Elias Franke)

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